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Frühjahr 2011
     
  Heinrich Kühn - Malen mit Licht  
     
 

 
     
     
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  Der Photograph Heinrich Kühn Malen mit Licht  
     
   
     
  Foto (links): Gruppenbildnis Mary Warner, Edeltrude, Lotte und Hans Kühn
Heinrich Kühn, ca. 1908, © Estate of Heinrich Kühn/Markus Heltschl.
Foto (rechts: Mary Warner im Gegenlicht.
Heinrich Kühn, 1908 © Estate of Heinrich Kühn/Markus Heltschl
 
     
  > Dem Fotopionier und Kunstfotografen Heinrich Kühn (1866 - 1944) ist im Herbst 2016 eine Doppelausstellung im Museum im Ballhaus und in der Städtischen Galerie Theodor von Hörmann gewidmet  
     
 

Um 1900 erlebte die europäische Kultur eine innovative Phase, neue Medien wie Film und Fotografie eroberten das Publikum und wurden schließlich als selbstständige und gleichwertige Kunstsparten anerkannt. Der Tiroler Fotograf Heinrich Kühn (1866 - 1944) ist ein bedeutender Vorläufer der Moderne. Seine Bilder waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf den großen Ausstellungen weltweit zu sehen. Heute gilt Kühn als „einer der großen Fotografen der Kunstgeschichte“ (Jeff Wall).

Heinrich Kühn Ziel war es, mit Licht zu malen - das heißt, auf fotografischen Weg Bilder zu produzieren, die der Malerei und Druckgrafik gleichwertig gegenüber stehen. Dies ist Kühn wie kaum einem anderen gelungen, auch weil er die fotografische Technik auf vielfältige Weise - Druckverfahren, Kameras, Objektive - weiter entwickelt hat. Im Zentrum seines Schaffens stehen kunstvolle, sinnliche und intensive Meisterwerke, die atmosphärisch aufgeladen und von großer Dichte sind. Die Formen und die Bildausschnitte seiner Landschaftsbilder, Portraits und Stillleben nehmen bereits gegen Ende des  19. Jhd. die Ästhetik der Moderne vorweg.

Vor 150 Jahren wurde Heinrich Kühn in Dresden geboren. Gegen Ende seines Studiums zog er nach Innsbruck und entschloss sich in Tirol zu bleiben. Als reicher Erbe konnte er sich ausschließlich der Fotografie widmen. Sein Hauptwerk entstand zwischen 1890 und 1918. Gegen Ende des 1. Weltkriegs verarmte Kühn und musste seine Jugendstilvilla in Innsbruck verkaufen. Er zog für einige Zeit nach Rietz, um sich dann schließlich in Birgitz nieder zu lassen, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Kühn starb 1944.

Heinrich Kühn hinterließ nicht nur ein großes Œuvre an Platin-, Gummi-, Bromöl- und anderen Drucken, sondern auch einige Tausend Negative. Die Ausstellung präsentiert erstmals einige bislang unbekannte Meisterwerke aus diesem Schatz. Gerade jene Bilder, die Kühn in seiner Umgebung gemacht hat, lassen neue Facetten seines sehr umfangreichen und vielfältigen Werkes erkennen. „Der weltweit beste Autochrome-Fotograf“: Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der besten Farbbilder von Kühn, die erstaunlicherweise vor dem 1. Weltkrieg entstanden sind und so wirken, als wären sie mit Licht gemalt worden.

Zeitgenossen Kühns
Die Ausstellung wird ergänzt durch exklusive Originalwerke seiner Freunde und Zeitgenossen. Alfred Stieglitz hat mit der Zeitschrift „Camera Work“ und der Galerie „291“ in New York der Forderung, dass Fotografie als gleichberechtigte Sparte der Kunst anerkannt werden muss, Nachdruck verliehen. Aus dem Nachlass des Meraner Arztes Fritz Raab stammen Portraits dieses großen amerikanischen Fotografen.

Gertrude Käsebier, eine der bedeutendsten Fotografinnen der Kunstgeschichte, hat Heinrich Kühn einige Bilder gewidmet, ebenso Craig Annan, Frank Eugene, George Davison, Fritz Matthies-Masuren wie auch seine Wiener Freunde Hugo Henneberg und Hans Watzek. Werke von Robert Demachy und Paul Strand, den Kühn bewundert hat, sowie des Berliner Malers Heinrich Zille, dem eine Gegenposition zu Kühn zugeschrieben wird, ergänzen die Ausstellung.

Zum Film:
Die Oberland Premiere des Films „Das bedrohte Paradies - Der Photograph Heinrich Kühn“ ist am 16.09.2016 um 19 Uhr im FMZ Kino in Imst zu sehen und auch auf DVD erhältlich. Eine Kurzfassung dieses Film wird während der gesamten Ausstellungsdauer im Museum im Ballhaus gezeigt. Das Zusammenwirken von Ausstellung und Film ermöglicht eine innovative und neuartige Präsentation dieses wichtigsten Tiroler Fotokünstlers und ergibt einen umfangreichen und vertiefenden Blick auf sein Werk. Eintritt frei.

Ausstellungsdauer: 15.09. - 12.11.2016
Vernissage: Donnerstag, 15.09.2016, 19 Uhr, Städtische Galerie Theodor von Hörmann
Ausstellungsorte: Museum im Ballhaus, Ballgasse 1 & Städtische Galerie Theodor von Hörmann, Stadtplatz 11: Di, Do, Fr, Sa 14 - 18 Uhr
Eintritt: Kombiticket € 3,--. Mit diesem Ticket können die Ausstellungen im Museum im Ballhaus (+ Filmvorführung) und in der Städtischen Galerie Theodor von Hörmann auch zeitversetzt besucht werden.

Rahmenprogramm:
Zu den Ausstellungen in beiden Häusern wird ein ergänzendes Rahmenprogramm geboten.

Kinofilm zur Ausstellung:
Fr 16.09., 19 Uhr, FMZ Kino Imst, Oberland-Premiere des Films von Markus Heltschl „Das bedrohte Paradies - Der Photograph Heinrich Kühn“.
Kurz-/Filmvorführungen während der gesamten Ausstellungsdauer im Museum im Ballhaus  (ca. 25 Min.). Die Lang-/Kinofassung des Films (ca. 90 Min.) ist als DVD im Museumshop erhältlich.

Vortrag/Führungen mit Dr. Diether Schönitzer:
Vortrag: Fr 14.10., 19 Uhr, Museum im Ballhaus
Führungen durch die Sonderausstellung: Fr 28.10. und Fr 11.11., jeweils 16 Uhr

ORF Lange Nacht der Museen in Imst/Tarrenz:
Sa 1.10., 19 - 01 Uhr: Haus der Fasnacht, Museum
im Ballhaus, Städtische Galerie Theodor von Hörmann, die bäuerliche Gerätesammlung der LLA/Landeslehr-anstalt, Starkenberger Biermythos und Knappenwelt Gurgltal stellen die heurige „Lange Nacht“ unter das gemeinsame Motto „Licht“ - www.langenacht.orf.at

Informationen zur Ausstellung:
Museum im Ballhaus
Mag. Sabine Schuchter, Tel. +43 (0)5412 649 27, ballhaus.imst@cni.at

Städtische Galerie Theodor von Hörmann
Andrea Schaller, Tel. +43 (0)664 606 98 205, kultur@imst.gv.at
www.kultur-imst.at

 
     
   
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